Saubere Luft ohne Wärmeverlust

Saubere Luft ohne Wärmeverlust

Wo geschweißt, geschliffen oder geschnitten wird, entstehen zwangsläufig gesundheitsgefährdender Rauch und Stäube. Diese sollen direkt und möglichst vollständig entfernt werden. So will es der Gesetzgeber. Das gilt nicht nur für große Produktionsbetriebe, sondern auch für kleinere Reparaturwerkstätten wie die Martin Sicking GmbH.

Moderner Arbeitsschutz gehört für das Unternehmen unbedingt dazu: „Wir wollen unsere Mitarbeiter bei uns im Betrieb halten. Sie sollen sich wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass sie sich keine Gedanken um ihre Gesundheit machen müssen“, so Jan Sicking. Daher stellte sich für Vater und Sohn im Rahmen einer Betriebsmodernisierung die Frage, wie Mitarbeiter besser vor Schadstoffen aus der Luft geschützt werden können, ohne die vorhandene Wärme im Winter aus der Halle blasen zu müssen. Anfang 2017 erhielten sie mit der stationären Absaug- und Filteranlage vom Typ EcoCube die passende Antwort. Anders als Schlauchabsaugungen zur Abgasabführung entfernt die moderne Absaug- und Filteranlage der TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH luftgetragene Schadstoffe nicht nur punktgenau, sondern filtert die Schadstoffe aus der Luft und führt die gereinigte Luft bei Bedarf zurück.

Mitarbeiter Michael Brockherde ist in der Schlosserei grade damit beschäftigt, eine Baggerschaufel zu schweißen. Er und seine Kollegen setzen vor allem stark beanspruchte Anbaugeräte wie Pulverisierer oder Frontlader instand. Funken fliegen, Qualm steigt auf. Doch die gräulichen Rauchwaden haben keine Chance, sich in der circa 300 m2 großen Schlosserei auszubreiten. Eine Haube an einem sechs Meter langen Absaugarm nimmt sie, wie von den Berufsgenossenschaften empfohlen, direkt an der Entstehungsstelle auf.

Über zwei weiteren Handarbeitsplätzen schweben ebenfalls Absaughauben mit an der Wand befestigten Armen, die sich flexibel hin und her bewegen lassen und die beim WIG-, Elektroden oder Schutzgasschweißen entstehenden Rauche aufnehmen. Ein paar Meter weiter entfernt eine Untertischabsaugung die beim Schneiden an einem Handplasmatisch entstehenden schädlichen Partikel. Über eine Rohrleitung gelangen sie zum Herzen des Systems: der modular aufgebauten EcoCube.

Die Anlage mit einem maximalen Ventilatorvolumenstrom von 7.000 m3/h lässt sich innerhalb kürzester Zeit montieren und ist Platz sparend in einer Ecke der kleinen Halle untergebracht. Die schadstoffhaltige Luft wird in die Filtersektion geführt. Hier lagern sich die Schadstoffpartikel an der Oberfläche der Nano-Filterpatronen mit einem Abscheidegrad von nahezu 100 Prozent ab, bevor sie automatisch per Druckluftstoß gelöst und im Staubsammelbehälter gesammelt werden. Ein weiter Vorteil: Die Filteranlage ist – wie nahezu alle Geräte des Absauganlagenherstellers – vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung mit dem „W3“-Prüfsiegel für die höchste Schweißrauchabscheideklasse ausgezeichnet. Es besagt, dass selbst Rauch- und Staubpartikel von hochlegierten Stählen zu mehr als 99 Prozent aus der Luft gefiltert werden und diese nach dem Reinigungsprozess wieder in den Arbeitsraum zurückgeführt werden darf.

„Früher war hier im Winter alles zu. Wenn zwei Schweißer eine Schneide erneuerten, sah man nicht viel. Das ist jetzt mit der Absauganlage nicht mehr der Fall“, beschreibt Jan Sicking die positive Entwicklung. Auch das Thema Energieeinsparung war ein wichtiger Punkt für die Entscheidung zugunsten der Anlage. Die gereinigte Luft wird ohne Wärmeverlust zurückgeleitet.

„Die EcoCube ist für fast alle Aufgabenstellungen im Bereich der Filtration von Rauchen und Stäuben einsetzbar, findet auch in der kleinsten Werkstatt Platz, schont mit ihrer energiesparenden Arbeitsweise den Geldbeutel und ist dank Modulbauweise auch noch zu einem vergleichsweise günstigen Preis zu haben“, zählt TEKA-Geschäftsführer Simon Telöken die Vorzüge der Anlage auf.

Ein zusätzlicher Anreiz für die Investition in die Absaugung war für Martin und Jan Sicking die staatliche Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Im Fall der Martin Sicking GmbH betrug sie zehn Prozent der Gesamtinvestition.

Quelle: TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH

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