Fließlochbohrverfahren von ONTOOL bietet den Anwendern in Industrie und Handwerk jetzt eine echte Alternative.
Hochbelastbare Gewinde in nur zwei Schritten lassen sich mit dem Thermdrill von ONTOOL erzielen – und das bereits ab Materialstärken von einem Millimeter. Die Funktionsweise ist ebenso simpel wie genial: Der ONTOOL-Thermdrill erzeugt durch seine spezielle Bohrkopfgeometrie thermische Energie, die metallische Werkstoffe wie Baustahl, Edelstahl, Messing, Kupfer, Aluminium und viele Sonderlegierungen zum Fließen bringt. Spanlos und in Sekundenschnelle bohrt sich der ONTOOL-Thermdrill in das Material und formt aus dem überschüssigen Material einen Kanal, der über die Materialstärke hinausgeht und ohne zusätzliche Fremdmaterialien Platz für bis zu dreimal mehr Gewindegänge schafft. In einem zweiten Arbeitsschritt entsteht mit dem ONTOOL-Gewindeformer eine hochbelastbare Schraubverbindung.
Das Einsparpotential des ONTOOL-Thermdrill ist im Vergleich zu herkömmlichen Verbindungstechniken enorm: Mit dem Fließlochbohren können im Vergleich* zur klassischen Schweißmutter über 50 Prozent der Arbeitszeit eingespart werden. Wird der ONTOOL-Thermdrill statt einer Nietmutter eingesetzt, spart man je nach Anwendung sogar bis zu 90 Prozent der Kosten. Und das bei einem um mehr als 90 Prozent geringeren Zusatzgewicht pro Loch, jedoch bei einer deutlich größeren Belastbarkeit. So beträgt die Auszugskraft bei einem M8-Gewinde in ST37-Baustahl bei einer Materialstärke von 2, 0 Millimeter über 2, 5 Tonnen – das entspricht in etwa dem Gewicht eines Geländewagens.
Egal ob Handwerk oder Industrie: Die Anwendungsmöglichkeiten des ONTOOL-Thermdrill sind enorm vielseitig: Er eignet sich beispielsweise ideal zur Befestigung von Glashaltern an dünnwandigen Rohrpfosten von Balkon- und Treppengeländern, die großen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Oder als Alternative zu Löt- und Schweißverbindungen. Darüber hinaus lassen sich problemlos hochwertige Lagerstellen und Passungen herstellen, wie sie zum Beispiel im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie eingesetzt werden.
Weitere typische Anwendungsbeispiele sind gewindeformende Schrauben, zum Beispiel für Armaturenbrettträger, oder Rohraufweitungen. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass durch den spanlosen Bohrprozess keine Verunreinigungen entstehen, die gereinigt werden müssen. Je nach Anwendungszweck gibt es den Thermdrill in den Versionen „cut“ und „form“. Wer eine Dichtfläche benötigt, beispielsweise für Druckluftsysteme, wählt die Version „form“. Sie modelliert aus dem nach oben fließenden Material einen kurzen Kragen, der als Planlage genutzt werden kann. Der Typ „cut“ besitzt dagegen einen Bund mit Schneidkante, der das Material am Lochrand plan abschneidet.
Auch mobil kann der Thermdrill sein Potential frei entfalten. Gemeinsam mit dem renommierten Maschinenhersteller OPTIMUM bietet ONTOOL eine Lösung für mobiles Fließlohbohren an, beispielsweise zum flexiblen Einsatz auf Baustellen: Die nur 65 Kilogramm leichte und kompakte Tischbohrmaschine OPTI B 16 H von OPTIMUM bietet bereits ab 220 Volt ein optimales Drehmoment und eine hohe Rundlaufgenauigkeit, die mit dem Thermdrill perfekte Ergebnisse liefert. Die Anwender erhalten sozusagen erhalten mit dem Angebot von OPTIMUM und ONTOOL eine kleine Werkstatt für unterwegs.
Für Einsteiger bietet ONTOOL den Thermdrill in einem günstigen Startup-Kit an. Es enthält die Grundausstattung zum Fließlochbohren, bestehend aus einem Tool-Set (Fließlochbohrer „form“ oder „cut“ und Gewindeformer in den Größen M4 bis M20), einem Werkzeughalter MK2 mit Kühlring, einer Spannzange und je einem Schmiermittel für das Fließlochbohren und Gewindeformen. Lieferbar ist der Thermdrill auch über den gut sortierten Fachhandel.
*Die Vergleichswerte beziehen sich auf eine M8-Gewinde-Anwendung in 2, 0 mm Stahl bei einer Losgröße von 1.000 Gewindeverbindungen. Die Werte können je nach Anwendung variieren.